Taschen müssen sein

Vor einiger Zeit wurden Wünsche wahr. Es war unter anderem eine kleine Tasche gewünscht, in der all der Kleinkram untergebracht werden kann, der in der Tasche ständig gesucht werden muss. Kennt Ihr das? Wo ist denn schon wieder der Lippenpflegestift, das Asthmaspray, der Deoroller …? All das sollte in einem kleinen Täschchen sofort greifbar sein.  In meiner Lederrestekiste kurzerhand nachgeschaut, ob noch etwas in brauchbarer Farbe und Größe darin war. Und ja, es reichte und gefiel. Seht selbst:

IMG_4118

Die Stickdatei heisst Nestrocker und ist von Huups. Ich finde, das ist eine ganz tolle Stickdatei, die ich immer wieder gerne sticke. Und hier kommt die Rückseite:

IMG_4120

Und, Mädchenkram ist doch ganz passend oder? Gefüttert habe ich sie mit einem gut abgelagerten Stoff.

Aber das ist für heute noch nicht alles. Unsere große Blondine hatte sich eine Tasche gewünscht, die sie zum Handball, Ballett oder für die Schule nehmen kann. Aber nicht so „Babymäßig“ ok? Ok, also sind wir schon auf dem Weg zum Teenager? Oh man, ging das schnell. Also nichts in rosa oder so. Wir haben uns auf Jeansreste geeinigt und alles andere lag in meiner Hand (äh, besser Nähmaschine).

Achtung, jetzt überschütte ich Euch mit einer Bilderflut:

IMG_4214

In die Tasche sollte eine Mappe in DIN A4 Format passen.

IMG_4213

IMG_4212

Ach, ich liebe es, jeden Schnipsel, oder ein Köpfchen aus der Knopfkiste, Borte, Zackenlitze und ähnliches zu benutzen. Hier habe ich ein Stück Webkante eines weissen Stoffrestes bestempelt und verziert. Auf die ehemaligen Potasche der Jeans habe ich ein Stickmotiv genäht, das schon lange darauf wartete, zum Einsatz zu kommen. Ebenso die drei neugierigen Giraffenhälse. Wie oft habe ich sie in der Hand gehabt und gedacht: ach ne, das passt hier nicht. Und bei dieser Tasche war ich mir ganz sicher, dass alles passt.

Und weiter gehts:

IMG_4209

Die andere Potasche hat Bänderreste (wie gut, dass ich nichts wegwerfe) bekommen. Ich stelle beim Taschennähen immer fest, dass sie sozusagen während des Nähens entsteht. Das heißt, ich weiß vorher nicht, wie sie fertig aussehen soll. Deshalb ist so eine Tasche auch nicht an einem Nachmittag fertig.

IMG_4208

Der Taschenboden ist aus beschichteter Baumwolle vom großen gelben Möbelhaus. Leider hatte ich nur noch ein kleines rot/weißes und ein kleines schwer/weißes Stück. Aber es hat für den Taschenboden gereicht. Gefüttert  habe ich sie (habe ich gar nicht fotografiert musste ich gerade feststellen) mit einem schwarzbunten festen Stoff aus dem gleichen Möbelhaus. Für den Taschenboden habe ich noch eine feste Pappe zugeschnitten und mit dem gleichen Innbezugsstoff bezogen. So hängen die Bücher nicht so durch. Schlüsselbänder sind an verschiedenen Stellen untergebracht. Die kann man ja nicht nur für Schlüssel benutzen. Nein, auch Tüddelkram kann man so schön dranhängen. Das leuchtendgrüne Gurtband musste noch sein. Zuerst hatte ich ein schwarzes dran, aber das gefiel mir überhaupt nicht.

Auf jeden Fall wurde ich von der Blondinen mit einem strahlenden Lächeln und „Dankeschön“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentare