Quilt aus Jersey

Unsere kleine Blondine feiert heute ihren 10. Geburtstag und auf die Frage:“ Was wünscht du dir denn?“, kam ganz spontan:“ Eine kuschelige Decke“. Schon vor einiger Zeit hatte sie mich gefragt, was ich denn aus diesen vielen Stoffquadraten machen würde, die in einem Korb liegen. Nun lag es auf der Hand, dass diese vielen, vielen Stoffquadrate zu einer schönen bunten Decke verarbeitet werden sollten.

Zuerst habe ich alle auf dem Fußboden in meinem Nähzimmer ausgebreitet und versucht, ein Muster zu legen. Alle Quadrate habe ich im Fadenlauf ausgelegt. Das sah dann so aus:

Ich habe zuerst die Längsreihen zusammengenäht und dann die wiederum immer in Blöcken aneinander genäht. Als ich alles zusammengenäht hatte, war die Decke viel zu groß für ein Kind. Sie war 2,50 m x 2,80 m. Das kann unsere zarte Blondine garnicht tragen, was da an Gewicht zusammenkommt. Also habe ich die Decke so geschnitten, dass sie ein Maß von ca. 2,05 m x 1,90 m hat. Zuerst hatte ich noch ein wattiertes Vlies als Zwischenfüllung nehmen wollen, aber das habe ich doch weggelassen weil so eine Decke aus dickeren Jerseyresten doch recht schwer ist. Als Rückseite habe ich dunkelgraue Vliesdecken vom gelben Möbelhaus genommen. Um die beiden Lagen miteinander zu verbinden, habe ich als Maß immer alle zwei Quadrate eine Reihe miteinander verbunden. Jeweils längs und quer. Damit die Nähmaschine das auch gut schafft, habe ich zusätzlich einen Obertransportfuß gewählt. Das ging sehr gut und die Quadrate haben sich nur ganz minimal an einigen Stellen verschoben. Das war dann da, wo ein sehr elastischer Stoff auf einen weniger elastischen Stoff trifft. Auf jeden Fall viel besser als ich gedacht habe.

Für das Bindung habe ich Baumwollstoffe genommen, die farblich am besten dazu passen. Die Gesamtlänge der Streifen habe ich großzügig bemessen (jetzt ist noch genug für die nächste Decke da). Die Streifen habe ich im schrägen Fadenlauf und 8cm breit zugeschnitten. Auch die Briefecken habe ich ganz gut hinbekommen.

Nun bin ich mal gespannt, was das Geburtstagskind gleich sagt, wenn sie ihre Kuscheldecke überreicht bekommt. Auf jeden Fall habe alle Familienmitglieder, die von dem Projekt wissen, schon ihre nächsten Wünsche bei mir eingereicht. Ich kann also weiter meine Stoffreste zu 15 x 15 cm Quadraten zuschneiden und sammeln.

Fertig ist sie, meine erste große Quiltdecke und zu jedem einzelnen Quadrat gibt es etwas zu sagen. Sozusagen eine Erinnerungsdecke. Ihr seht diesen braunen „Lockenstoff“ auf dem Foto? Da in der dritten Reihe von unten? Das ist der Stoff, den ich für die Haare der selbstgenähten Puppen für die kleine Blondine genommen habe. Da sind die Stoffe der liiiiebsten Kuschelpullis drin und und und …

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Kommentare

  • kuestensocke sagt:

    Ach einfach ganz ganz wundervoll! DAs ist das tolle an REstedecken, dass man auch die Geschichten und Erinnerungen zu den Hauptwerken dabei hat. Meine VErwandschaftskinder haben je zwei Decken von mir, eine mit Nicky und Fleece und eine aus Baumwollstoffen als leichte Sommerschlafdecke bzw. Tagesdecke – alles heiß geliebt! Da bin ich schon auf weitere Exemplare von Dir gespannt! LG Kuestensocke

  • Tüdelband sagt:

    So eine schöne Idee. Jerseyreste habe ich auch genug, ich hätte gedacht, dass es sich zu stark verzieht. Vielleicht sollte ich es auch mal probieren.