Meine Blumen-Ginger mit passendem Pulli

Wer mir auf Instagram folgt, wird sie schon kennen, meine Blumen-Ginger mit dem farblich passenden Pulli. Und ich kann Euch nur sagen, ich liebe sie, meine Ginger. Echt, ich bin so froh, dass ich sie wirklich fertig bekommen habe.

Das sah anfangs garnicht so aus. Ich war ordentlich gefrustet, weil die Jeans überhaupt nicht sitzen wollte. Was ich falsch gemacht habe, ist mir nicht so ganz klar. Ich vermute, dass ich den Stoff nach der 1. Wäsche nicht richtig gebügelt habe. Irgendwie gehe ich immer noch davon aus, dass Jeansstoffe ruhig heiß gebügelt werden können. Bis ich auf irgendeinem Blog etwas über die neuen Stoffe gelesen habe. Man bzw. Frau, also ich, kann wohl viel falsch machen a) bei der Wäsche und B) beim Bügeln.

Ich habe es mir zu Herzen genommen und wasche neue Stoffe mittlerweile ganz anders. Ich wasche nicht mehr so heiß und auch nicht mehr mit so vielen Schleudertouren und, ich packe nicht mehr alles in den Trockner und trockne es auf der wärmsten Stufe. Und siehe da, die Stoffe sehen auch noch nach der Wäsche so aus wie zu dem Zeitpunkt, als ich sie gekauft habe. Aber das mußte ich erst einmal verinnerlichen – irgendwie bin ich da noch vom „alten Schlag“. Kochwäsche ist das Beste und so. Aber, ich bin ja lernfähig!

Aber nun zu meiner neuen Ginger. Als ich sie zum ersten Mal zusammen genäht habe, traf mich ja fast der Schlag. Die innere Naht war mittig des Schienbeins!!! Gruselig. Mein Herzensmann meinte, ich solle doch einfach so tun als ob das „mein“ Schnitt sei. Aber ich fand es wirklich furchtbar und war kreuzunglücklich. Ich meine, so eine Jeans ist ja nicht in einer Stunde fertig. All die Ziernähte und all der Schnick und Schnack, den man da macht. Da sitze ich schon so einige Stunden dran und wenn ich dann im Spiegel etwas sehe, das nun wirklich nicht geht, bin ich schon unglücklich.

Und so habe ich mich zusammen gerissen und die Hose wieder aufgetrennt, auf den Schnitt gelegt, um zu schauen, ob ich irgendwo Fehler gemacht habe. Aber nein, ich hatte alles richtig eingezeichnet, die Knipse auf den richtigen Stellen gemacht – aber – und jetzt kommt’s, die Knipse nicht aufeinander gelegt, weil ich dachte, dass das nicht passt. Ich mußte an den Beinen doch etwas stärker ziehen und zerren, bis die Knipse richtig aufeinander lagen. Dann habe ich mit viel Kraftaufwand die Hosenbeine wieder zusammen genäht, anprobiert und siehe da, VIEL besser!!!! Hach, war ich froh. Ich wollte doch den schönen Stoff nicht in die Tonne kloppen. Ich hatte doch ein ganz bestimmtes Bild von der Jeans im Kopf. Tja, und was ich dann da sah, traf schon eher auf das Bild, das in meinem Kopf war. Seht selbst:

Fertig!!!

Wie man erkennen kann, drehen sich die Beine nicht mehr nach außen. Es ist immer noch nicht so ganz ok aber es geht.

Ich habe ja jetzt schon so einige Jeans genäht und ich muss sagen, jeder Stoff ist anders und damit auch der Schnitt. Was bei der letzten Hose einfach super war, kann bei der nächsten schon nicht mehr zutreffen.

Abgesteppt habe ich fast alle Nähte mit gelben Garn.

Gefüttert habe ich die Taschen mit rot-weiß-kariertem Stoff.

Passend zur Hose habe ich mir dann noch einen Pulli genäht. Ihr habe ihn schon auf den Fotos oben gesehen. Der Schnitt des Pullis ist ein Schnitt aus der Kinder-Ottobre 6/2014/24 in der Größe 158. Den Schnitt mußte ich sehr stark anpassen, weil er viel zu groß für mich war. Man bedenke, das ist ein Kinder-Schnitt! Aber jetzt habe ich ihn so für mich angepasst, dass ich ihn beinahe als Standardschnitt für mich nehme.

Der Stoff ist von StoffundStil und die Streifen sind von Wunderpop

Und morgen zeige ich Euch dann beim MMM all das, was ich im Monat Mai genäht habe. Es war ein recht produktiver Monat.

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Kommentare

  • Susanne sagt:

    Gut, dass du drangeblieben bist, denn Hose und Pulli sehen klasse an dir aus.
    Ich stelle auch immer wieder fest, dass jeder Stoff sich bei der Verarbeitung anders verhält und man stoffbedingt immer mal wieder etwas anderes anpassen muss.
    LG von Susanne