Ein Jeansrock und ein Jeanshemd

Meike von Frau Crafteln, hat in der letzten Woche beim MMM angekündigt, dass heute das große Thema „Jeans“ heisst. Nun habe ich mir noch keine Jeans selbst genäht. Bisher habe ich nur einen großen Fundus von alten Jeans, weil ich die Losung ausgeben habe:“ Werft bloß keine Jeans weg, die kann ich gebrauchen!“ Und ich hatte ja auch schon angekündigt, dass ich noch ein Jeansrock aus alten Jeans genäht habe. Bei diesem Rock sind schon so einige Jeans verarbeitet worden, denn dieser Rock sollte mehr Weite haben. Und so habe ich überlegt, wie ich es anstelle, eine Art Godetkeile einzusetzen. Vor allem hinten gefiel er mir anfangs nicht. Bis dass ich darauf kam, die Potaschen wieder hinten drauf zu setzen.

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Ohne Schnickschnack drauf hatte der Rock mir überhaupt nicht gefallen – langweilig. Also kam noch besagter Schnickschnack drauf, ein Kreis mit einem bunten Knopf, wobei der Kreis ausfransen soll. Und natürlich diverse Taschen von all den veschiedenen Jeans.

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Dazu trage ich wieder mein Lieblingsshirt – auch mit Kreisen; habt Ihr ja jetzt schon ein paar mal gesehen.

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Leider konnte ich die Steppnähte nicht direkt aufeinander legen; meine Nähmaschine streikte. Und als die 3. Nadel abbrach habe ich gedacht:“ Ok, dann nicht. Dann wird die rückwärtige Naht eben versetzt sein müssen. Ich habe ja hinten keine Augen“. Hm, egal. Es ist wie es ist. Oder? Ich meine, es sind etliche Jeans verarbeitet worden und ich glaube, das darf man auch so sehen, oder, was meint Ihr? Dazu kommt, dass es alles ganz alte Jeans waren; d.h., in keiner Jeans ist ein Elasthan-Anteil drin und, es sind ganz feste Stoffe. Aber ich liebe diesen Rock, er ist ein idealer Winterrock.

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So ein Jeansstoff ist schon so eine Sache. Er ist dicht gewebt und fest. Und wenn dann auch noch die dicken Nähte aufeinander treffen, wird es schwer für die Maschine und die Nadel.

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Hier hat mich der beste Mann aller Männer zum Lachen gebracht, es macht immer wieder Spass mit ihm, wenn wir Fotos machen. Danke Dir mein Herzallerliebster!

Und nun zum Schluss muss ich Euch noch meine neue Bluse zeigen. Natürlich zum Thema Jeans. Leider habe ich es nicht mehr geschafft, die Knöpfe anzubringen.

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Es ist ein dünner Streifen-Jeansstoff, der sich gar nicht so gut nähen liess, was mich erstaunte.

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Aus dem hellen Blumenstoff habe ich Paspeln gemacht und damit die Wiener Nähte ein wenig mehr hervorgehoben. Auch die Taschenklappen haben diese Paspeln und die Taschen und Taschenklappen haben auf der Rückseite diesen Stoff bekommen. Am Kragenbeleg war es mir zu hell und deshalb habe ich für den Kragensteg blau-weiss-karierten Stoff genommen. Die Manschette werde ich noch einmal abnehmen und versuchen, den Ärmel etwas länger zu machen. Ich habe das Gefühl, 1 oder 2 cm mehr wären optimal. Mal sehen, wie ich das hinbekomme.

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Hinten habe ich die Nähte mit dem 3-fach Geradeausstich abgenäht und eine Schlaufe mit eingeheftet.

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Der Schnitt der Bluse ist zum größten Teil ein Blusenschnitt von Stoff und Stil, aber von mir noch etwas verändert. Von diesem Schnitt werde ich mir auf jeden Fall noch eine Bluse nähen. Aber dann werde ich den Rücken noch etwas verändern. Jetzt, wo ich mir den Schnitt passend gebastelt habe, wird es noch mehrere davon geben. Ich bin so froh, dass ich Euch die Bluse noch an der „Frau“ zeigen kann. Mein Mann musste heute morgen erst später zur Arbeit und da konnte er noch einige Fotos von mir machen. Denn das Kunstlicht verfälscht ganz ordentlich die Farben.

Und nun? Nun schaue ich, was es heute beim MeMadeMittwoch gibt. Sybille (dasbuerofürschönedinge) stellt eine Reihe von tollen Jeans vor. Hach, sobald ich den passenden Schnitt habe, nähe ich mir auch Jeans.

 

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