Und noch eine Cheyenne Tunic

Ich schrieb es ja schon hier in der letzten Woche, dass es noch eine Cheyenne Tunic geben würde; und hier ist sie meine Cheyenne Tunic. Der Schnitt  ist eine deutsche Übersetzung von naeh-connction. Dieses Mal habe ich mir den Blusenschnitt vorgenommen. Den hatte ich jetzt schon ein paar mal in diversen Blogs gesehen.

Heute müßt Ihr ganz viele Fotos von mir und meiner neuen Bluse ertragen.

Zugeschnitten habe ich die Bluse an unterschiedlichen Tagen und deshalb stellte ich erst beim Nähen fest, dass ich zwei verschiedene, schwarz-weiß-karierte Stoffe zugeschnitten hatte. Aber von keinem der beiden Stoffe hatte ich noch genug für eine Bluse und deshalb habe ich es so gelassen. Ich glaube, wer es nicht weiß, sieht es nicht auf Anhieb. Wer diese Bluse schon genäht hat, weiss, dass etliche Schnittteile zu vernähen sind. Die Rückenpasse habe ich gedoppelt. Den schwarz-weiß-karierten Teil habe ich im schrägen Fadenlauf zugeschnitten. Die innere Rückenpasse ist aus rot-weiß-kariertem Stoff und hat, nur für mich, Sterne als Applikation. Das sieht niemand – nur ich.

Der oberste Knopf ist auch völlig anders als die anderen Knöpfe. In meiner Knopfkiste habe ich etliche weiße Knöpfe mit Vogelmotiven. Sie fühlen sich auch ganz eigenartig an; so ein wenig rauh und sie sind schon recht alt. Aber sie sind aus Glas oder Porzellan. Die anderen Knöpfe sind schwarz-weiß und passen somit ganz genau zur Bluse. Meine Zwillingsschwester hat mir einmal mehrere Beutel mit den unterschiedlichsten Knöpfen geschenkt. Sie hat mit Schülern in der 1. Klasse Rechenaufgaben mit Knöpfen erarbeitet. Als sie die vielen 100 Knöpfe nicht mehr brauchte, hat sie sie mir geschenkt. Ich glaube, auch meine Enkel brauchen keine Knöpfe kaufen.

Zum allerersten Mal habe ich auch einen Ärmelschlitz so verarbeitet. Das war wegen der super tollen Anleitungen auch überhaupt kein Problem. Ich bin immer zwischen der deutschen Anleitung von naeh-connection und dem Cheyenne Sew Along auf dem Blog von Hey June gewechselt. Manchmal kam ich mit den Grafiken der deutschen Anleitung und manchmal mit den Blogbildern besser zurecht.

So manches nähe ich ganz gerne mit der Hand, hier war es die Innenmanschette. Erst später habe ich sie von außen abgesteppt. Überhaupt liebe ich die vielen kleinen Details an diesem Schnitt, der Kragensteg, die Passe und die Manchetten innen sind aus rot-weiß-kariertem Stoff genäht.

Die erste Cheyenne Tunic habe ich in M genäht, diesmal habe ich die S zugeschnitten. Trotzdem habe ich die Ärmel noch ca. 2 cm enger genäht und auch an den Seiten habe ich noch gut 1 cm abgenäht. Die Manschetten habe ich 4 cm enger gemacht weil ich sehr schmale Handgelenke habe.

Bei dem oberen Foto sieht man sehr schön die im schrägen Fadenlauf zugeschnittene Rückenpasse. Kürzer ist sie auch geworden. Dafür wird die nächste, der Stoff liegt schon hier, um einiges länger sein, wirklich in Tunikalänge.

Ich bin auf jeden Fall total begeistert von meiner neuen Bluse und habe sie am vergangen Freitag schon zu einem Tagesausflug nach Aachen mit meinem Lieblingsmann angehabt.

Da wir über 20 Jahre in Aachen gelebt haben, mussten wir natürlich in unser Lieblingscafè gehen und zum Kaffee ein Stück belgischen Reisfladen essen.

Und nun? Nun werde ich nicht wie an jedem Mittwoch bei einer Tasse Kaffee beim MeMadeMittwoch schauen, was es alles Schönes, Neues, Genähtes anzuschauen gibt. Das kann ich heute erst später machen, da mein Tag heute mit Terminen angefüllt ist. Aber am Abend und da freue ich mich schon drauf, denn dann mit einem Gläschen Wein.

Heute stellt Katharina von sewing-addict die Damen vor. Sie selbst trägt einen Traum von einer warmen Strickjacke. Hach, ich beneide Euch Strickdamen unendlich denn Ihr könnt nicht nur toll nähen, nein, auch so wundervolle Dinge stricken.

 

 

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