Erst Rock, dann Tasche

Vor vielen Jahren bekam ich einmal einen Maxi-Lederrock geschenkt. Damals trug Frau das. Dann gefiel mir so ein langer Rock nicht mehr und ich kürzte ihn gewaltig. Aber die Jahre gingen ins Land und ich passte nicht mehr rein. Also lag der Rock immer in meinem Stoffschrank und warte auf seinen großen Tag, auf seinen großen Auftritt. Und heute war es soweit, er, der ehemalige Rock ist jetzt eine Tasche. Seht selbst:

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So ganz reichte das Leder vom Rock nun doch nicht und so habe ich in meiner Lederkiste nachgeschaut, was dazu passt. Dieses cognag-farbige Leder fand ich ganz passend. Einen Schnitt hatte ich nicht, der Lederrest war überschaubar und daraus, das war mein großes Ziel, sollte eine Tasche werden. Auf meinem letzten Taschenworkshop hatte eine Teilnehmerin ein unglaublich tolle Tasche aus einer alten Lederjacke und da habe ich gedacht, das probiere ich aus. Aus Alt mach Neu.

DSC00140Den Reißverschluss habe ich mir bei meinem Taschenworkshop, den Griselda von machwerke leitete, bei Eva vom Kleinen Stern gekauft. Dieser Reissverschluss hat eine tolle Qualität und bei Taschen will ich nicht an der falschen Ecke sparen. Denn einen Reissverschluss später zu ersetzten ist ja doch nur mit viel Aufwand möglich. Damit die beiden Reissverschluss-Schlitten (heissen die so? Hm, bin jetzt ganz unsicher geworden. Egal Ihr seht ja, was ich meine) habe ich rechts und links Lederstreifen drüber gesetzt und vernietet. Damit man nicht sieht, dass ich da ein paar mal drüber genäht habe, damit sie nicht rausrutschen. Bei der nächsten Tasche muss ich das anders lösen. Meinem Mann gefällt es.

DSC00147Ach, wenn ich das jetzt so auf dem Foto sehe, finde ich es doch ganz gut. Mal sehen, wie sich diese Lösung auf Dauer bewährt.

DSC00146Das Futter ist aus den Resten der Sixta-Tasche genäht worden. Die restlichen Stoffstücke reichten noch gerade dafür und ich finde, es passt ganz gut zum Aussenstoff also zum Leder.

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Die Tasche hat die Masse: 49 cm breit, 35 cm hoch und ca. 8 cm tief. Aus dem ehemaligen Rockbund habe ich den Tragriemen gemacht. Das war recht schwer, weil ich da ja irgendwie noch das Seil als Paspel einarbeiten musste. So optimal ist der noch nicht, aber bis ich einen anderen Trageriemen genäht habe, muss es so gehen. Ein zweiter wäre besser gewesen. Im Blog von machwerke habe ich mir in einem Tutorial angeschaut, wie man Tragriemen herstellt. So halten vier Karabinerhaken jetzt einen Tragriemen. Egal, ich glaube, sie wird trotzdem meine Lieblingstasche.

 

 

 

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