Der gruselige Sorgenfresser

Vor ungefähr einem halben Jahr habe ich für unsere bis dahin drei Kleinen Sorgenfresser genäht, die auch heißgeliebt werden. Vor kurzem schickte mir unser Bela ein Foto über das Handy meiner Tochter zu mit der Bitte, ihm doch genau so einen Sorgenfresser zu nähen. Wenn er Geburtstag hat, würde er sich diesen Sorgenfresser wünschen.

So sah das „gemalte Schnittmuster“ aus:

Ein Hinweis zu den Fotos: bitte drauf klicken, dann werden sie deutlicher. Wir arbeiten an diesem Problem.

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Bela wollte genau so einen haben, weil der Feuerzungen im Gesicht hat und die vertreiben alles Böse; so war seine Beschreibung des Bildes. Also habe ich meinen Herzensmann gebeten, mir doch mit Bleistift die Umrisse auf ein Stück gelben Stoff zu zeichnen. Dann habe ich angefangen, die roten Bereiche auszumalen und schnell festgestellt: Äh, falsch angefangen! Grrr.  So sah es bei mir aus:

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Nun, das war jetzt nicht mehr zu ändern, also weiter die einzelnen Flächen ausmalen. Nach dem Trocknen habe ich alles vorsichtig heiß gebügelt. Dann habe ich für die Rückseite ein kreisrundes Stück gelben Stoff ausgeschnitten und darauf diese Fransen genäht. Alle dunklen Stoffreste, die sich noch in meinem Resteeimer fanden, wurden in Fransenstücke von ca. 16 cm Länge und 1 cm Breite geschnitten. Es war schon ein ordentlicher Berg, der da vernäht werden musste. Meine künstlerische Freiheit waren die roten Fransen, die noch dazu kamen.

Dann musste noch ein kleines „Innentäschchen“ mit Zunge zugeschnitten werden, damit die Sorgen auch Platz haben und dann konnte der Reißverschluss eingesetzt werden.

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Und so sitzt der Sorgenfresser nun auf dem Stuhl am Kamin und wartet auf Montag. Da darf er zu seinem Kind, das dann seinen 7. Geburtstag feiert. Bela soll dann selbst entscheiden, ob der Fransenkranz in dieser Länge bleiben soll oder etwas eingekürzt werden müssen. Seine Mutter hat das Foto schon bekommen und ist sicher, genau so wollte Bela seinen neuen Sorgenfresser haben. Glückwunsch zu Deinem 7. Geburtstag, Du, unser erster Junge in unserer Familie, die bisher sehr Mädchenlastig war. Aber nun hat Bela ja noch seinen Bruder Toni bekommen. Und so genießen wir die Jungen in unserer Familie. Ich finde es toll und denke: immer mal her mit den kleinen Menschenkindern. Sie sind eine Bereicherung für unser Leben und ohne Kinder könnte ich es mir nicht mehr vorstellen. Gut, dass es Euch gibt!

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Kommentare

  • Regina sagt:

    Hey Elisabeth,

    der ist super der Typ!! Klasse. Da muss Bela sich freuen.
    Gruß Regina

    • Epilele sagt:

      Oh Regina,
      und wie sich Bela darüber gefreut hat! Ach, das war so schön, sein überraschtes Gesicht zu sehen. Toni durfte auch einmal damit spielen.
      Liebe Grüße
      Elisabeth