Bluse Elsa aus der LMV/5/2016

Ich habe sie fertig bekommen, die Bluse Elsa aus der letzten Ausgabe der LaMaisonVictor! Aber das war ganz und garnicht einfach. Der Stoff ist ein sehr schöner, aber auch unglaublich flutschiger Stoff. Ich vermute einmal dass es ein Viskose-Krepp ist. Den Stoff habe ich schon einige Zeit hier liegen gehabt, habe auch keine Ahnung, wo ich ihn einmal gekauft habe.

Vor ein paar Wochen bin ich auf der Rückfahrt von Hamburg bei Dana Luebke, „Die Komplizin“ in der Nähe von Bremen vorbei gefahren. Natürlich bin ich mit einigen Stoffen aus ihrem Geschäft nach Hause gefahren. Unter anderem hatte ich aber auch die LMV, Ausgabe 5/2016 gekauft. In dieser Ausgabe hat mich sofort die Bluse Elsa begeistert und zu Hause angekommen, habe ich in meinem Stoffvorrat auch direkt den passenden Stoff gefunden. Aus dieser Ausgabe wird es noch so einiges für mich geben. Ich finde, es sind sehr schöne Schnitte drin.

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Oh man, ich bin schon beim Zuschneiden total verzweifelt, denn so einen rutschigen Stoff habe ich bisher noch nicht verarbeitet. Aber über Instagram bekam ich tolle Tipps, wie ich es mir einfacher machen kann. Das Zauberwort war für mich „Sprühstärke“!!! Ach, wie gut, dass es so etwas gibt. Ich glaube, sonst hätte ich die unfertige Bluse in die Tonne gekloppt. Aber mit viel Sprühstärke, einem Föhn zum Trocknen und viel Geduld habe ich es geschafft.

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Die Rückenpasse habe ich doppelt genommen, wie es auch im Schnitt vorgesehen ist.

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Ich finde diese fast schwebenden Schwäne ganz zauberhaft.

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Hinten ist die Bluse etwas länger als vorne und durch die Falte im Rückenteil auch schön locker.

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Da meine Overlock-Maschine immer noch zur Reparatur ist,  habe ich die Nähte alle mit einem Säumerfuß abgenäht und danach noch einmal mit einem Zickzack-Stich. Der Stoff franst dermaßen aus, dass ich Angst habe, dass die Nähte sonst nicht halten.

Das Vorderteil war mit viel zu weit. Genäht habe ich die Bluse in der Größe 38 aber ich glaube, eine 36er wäre völlig ausreichend gewesen. Auf beiden Seiten des Vorderteils habe ich mindestens je 4 cm weggeschnitten. Die rückwärtige Falte habe ich etwas größer gemacht. Allerdings hatte die Passe genau die richtige Größe. Hm, da muss ich den Schnitt noch einmal überprüfen, ob ich da wohl etwas falsch gemacht habe oder aber die Bluse ist für Frauen mit mehr Oberweite gedacht. Vielleicht soll sie aber auch so sein, und es liegt einfach daran, dass ich so weite Blusen nicht mag. Egal, ich finde sie wunderschön.

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Genügend Bewegungsfreiheit habe ich auf jeden Fall in der Bluse, denn nichts engt ein, wenn ich auf dem Motorrad meines Gatten sitze.

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Alle Knopflöcher sind ganz wunderbar geworden – bis auf eines. Das hier. Irgendwie lief das Knopflochfüßchen auf der Ärmelmanschette schief. Und auftrennen bei diesem Stoff? Das geht überhaupt nicht. Also habe ich es gelassen. Die Knöpfe habe ich aus meiner Knopfkiste genommen. Kleine runde, aber recht dicke Perlmuttknöpfchen, die ich für die Bluse sehr schön finde. Im Schnitt ist auch eine verdeckte Knopfleiste vorgesehen. Die habe ich auch nicht gemacht, weil das Material dafür nicht geeignet ist.

Und jetzt schaue ich nach, wer heute beim MeMadeMittwoch alles dabei ist. Wie immer ist der MMM für mich ein unglaublicher Ideenpool. Und während ich hier im dünnen Blüschen posiere, „wohnt“ Claudia von „Bunte Kleider“ in ihrer Esme-Jacke. Daran hat mich das Foto von ihr erinnert, an diese Werbung, in der eine junge Frau sagt, dass ihre Jacke ihr Zuhause sei. Claudia hatte auf jeden Fall eine Jacke für kalte Tage und Abende im Urlaub dabei.

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